Sept – Dez 2009
Jan – Apr 2010
Mai – Jul 2010
Alle reden von Interrail, also muss ich das nun mal testen – 10 Tage, 6 Zugreisen und 1 Mann an meiner Seite. Dann mal los ..
Italienische Grenze und ab nach Marseille – oder doch nicht so fix. Da standen wir in Ventimiglia und an der Anzeigetafel «treno sopresso». Für drei Stunden ging also erstmal nix weiter – Zugstreik in Frankreich und ein mulmiges Gefühl, dass die Franzosen auch nicht ganz so schnell wieder aufhören.
Marseille
Mit viel Glück kamen wir dann um 21 Uhr endlich in Marseille an, was aber noch lange nicht heißt, dass um diese Zeit auch noch ein Bus fährt. In den 3 Kilometern bis zu meinem Bett hatte ich genügend Zeit, einmal ganz genau darüber nachzudenken, ob ich nicht den Fön doch hätte zu Hause lassen können.
Aber das Bett und der Blick waren dann wie dänisches Softeis nach dem Zahnarzt. Bis ich und leider auch mein Handy dem Mittelmeer am nächsten Morgen dann näher kamen, als ich wollte
Aix-en-Provence
Etwas unpassend gekleidet (da meine Hose noch im Mittelmeer schwamm) ging es weiter nach Aix-en-Provence.
Dank dem unverzichtbaren Tipp von unserem Couchsurfer, fuhren wir zu dem höchst inspierierenden Berg, den Paul Cézanne auf etlichen Bildern verewigt hat. Dummerweise hatten wir unsere unverzichtbare Kletterasurüstung vergessen (ich musste ja auch unbedingt den Fön einstecken).
Also konnte ich nicht an der Steilwand hängen, sondern nur den Wanderweg bergauf und bergab laufen. «Tage hätte man hier verbringen können» Naja … =)
Avignon
«Es gibt für Sie leider keinen Zug» .. warum sollten die Franzosen auch so fix aufhören zu streiken? Nach 5 verlegten und gestrichenen Zügen kommen wir der «Pont d’Avignon» dann näher.
Und die geht nicht mal über den gesamten Fluss!! Da wird also aus einer halben Brücke eine berühmte Stadt gemacht .. und darüber singt man auch noch!
Paris
Ich bekam von der Frau am Schalter einen unglaublichen Gesichtsaudruck, als ich fragte, ob es einen Zug für uns nach Paris gibt .. «Sie haben vielleicht gehört, wir streiken» – nein wirklich?
Egal, wir springen einfach auf den Zug und quetschen uns zwischen viel zu viele andere Menschen – bis der Schaffner kommt «Haben Sie ein Ticket?» Ja, natürlich ;) Und schon geht er weiter .. das war ja zur Abwechslung mal einfach.
Und dann sind wir in Paris – Sightseeing, Freunde wiedersehen, sich von Vélib das gesamte Kreditkartenkonto blockieren lassen, … Die guten alten Zeiten also, während Fabio sämtliche Crêperien leer isst =)
1 Mathieu – 2 Arnaud – 3 v.l.Bendou, Etienne, Snoopy – 4 Fabio – 5 Olivier – 6 v.l. Fabio, ich, Arnaud, Olivier, Mathieu
Lyon
Der Fön, der Fön .. ja, ich hätte ihn zu Hause lassen sollen .. dann wäre der Weg auf die Bergspitze auch einfacher gewesen .. aber wer stellt auch genau da eine Jugendherberge hin?! Verrückt ..
Nun müssen wir nur noch irgendwie zurück nach Mailand. Ich konnte die Stimmen schon hören – «Es gibt leider keinen Zug für Sie» .. unter den Umständen können wir uns auch schlecht beschweren, dass unser Zug dann ganz plötzlich einfach mal sein Fahrtziel ändert. Da hinfahren, was am Zug dransteht, wird auf die Dauer ja auch langweilig.
Aber wir kommen an! Und es regnet ..

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